Dres Hugo & Kollegen - Zahnmedizin & Implantologie - Am Zeughaus 40 - 97421 Schweinfurt - Tel. 09721/21053

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Parodontosebehandlung

Was ist Parodontose?

Wichtiger Warnhinweis für eine beginnende Parodontose ist Zahnfleischbluten (Zahnfleischentzündungen). Parodontose, wissenschaftlich eigentlich als Parodontitis bezeichnet, ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates. Der Zahnhalteapparat ist ein mit Fasern gefüllter Spaltraum zwischen Zahn und Kieferknochen. Wenn sich bestimmte Bakterien am Zahnhals befinden, können diese in den Spaltraum eindringen, so dass es hier zu einer Entzündung kommt. Der Körper versucht, durch Abwehrzellen diese Entzündung zu bekämpfen. Dadurch kommt es durch die Beschädigung des Zahnhalteapparates zu einer Vertiefung des Spaltraumes und zu einer Ausdünnung des körpereigenen Knochens. Es entsteht eine sogenannte „Tasche“, die noch mehr Bakterien Platz bietet. Läuft der Prozess, der im Übrigen kaum Schmerzen bereitet, lange genug ab, kann soviel Knochen verloren gehen, dass der Zahn locker wird oder sogar ausfällt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben zudem belegt, dass es deutliche Zusammenhänge zwischen der Parodontitis und anderen systemischen Erkrankungen gibt.

Wie wird Parodontose entdeckt?

Da die Parodontose im Anfangsstadium weder Schmerzen bereitet noch beim Blick in die Mundhöhle sofort erkannt werden kann, ist es wichtig, regelmäßig (mindestens alle zwei Jahre) mit einem speziellen Messinstrument zu überprüfen, wie tief der Spaltraum zwischen Zahn und Knochen um die Zähne herum tatsächlich ist. Beim Gesunden misst man mit der Sonde hier 2-3mm, bei weit fortgeschrittener Parodontitis können aber auch Werte zwischen 7-12mm erreicht werden. Liegen die Werte über 3mm, spricht man von einer leichten Parodontitis. Um sich ein genaues Bild zu machen, werden die Werte an sechs Stellen rund um jeden einzelnen Zahn erfasst und im Computer dokumentiert.

Warum bekommen nicht alle Menschen Parodontose?

In der Tat ist es so, dass ca. 40% der Bevölkerung unter einer leichten Parodontitis leiden. Man spricht bei dieser Erkrankung von einem multifaktoriellen Geschehen, was bedeutet, dass viele Faktoren bei der Entstehung eine Rolle spielen. Neben der Mundhygiene sind es vor allem das Rauchen, Stress und die genetische Veranlagung, die hier eine wichtige Rolle spielen. Weiterhin gibt es systemische Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatoide Arthritis und andere, die die Entstehung und den Verlauf der Parodontitis beeinflussen. Wenn man weiß, dass man zu Parodontose neigt, dann ist es absolut wichtig, dass man mehr für seine Zähne tun muss, als das häusliche Zähneputzen, um sie zu erhalten.

 Wie kann man Parodontose behandeln?

Zunächst ist wichtig, dass zu Hause eine besonders gute Pflege stattfindet. Das Bürsten der Zähne mit der Zahnbürste alleine, reicht dazu leider nicht aus. Zusätzlich müssen Zahnseide und in vielen Fällen auch kleine Zahnzwischenraumbürsten verwendet werden, um sicherzustellen, dass keine Beläge zwischen den Zähnen verbleiben. Damit kann man die Anzahl der Bakterien deutlich vermindern und weiche Beläge entfernen. Harte Beläge, also Zahnstein, kann hingegen nur mit speziellen Handinstrumenten oder mit dem Ultraschall entfernt werden. Weiterhin kann man mit der häuslichen Zahnpflege nur Bakterien entfernen, die sich auf dem Zahn und Zahnfleisch befinden, nicht jedoch die, die sich tiefer in den Zahnfleischtaschen befinden. Ist der vertiefte Spaltraum, also die Zahnfleischtasche einmal mit Bakterien besiedelt, so können sich diese hier ungestört vermehren und in Kolonien organisieren, was in einer weiteren Vertiefung der Tasche resultiert.

Die Parodontose ist eine chronische Erkrankung, das heißt es gibt keine Therapie, die die Krankheit so einfach heilen kann. Vielmehr ist es notwendig, kontinuierlich den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren und damit zum Stillstand zu bekommen. Dies gelingt in den meisten Fällen. Nach professioneller Zahnreinigung und exakter Vermessung der Taschentiefen beginnt die Behandlung mit der sogenannten „Initialtherapie“. Dabei werden unter örtlicher Betäubung die Zahnfleischtaschen mit Ultraschall und speziellen Handinstrumenten gründlich von weichen und harten Belägen befreit, die Wurzeloberflächen, die sich unterhalb des Zahnfleisches befinden, geglättet und der dort entstandene Bakterienfilm entfernt. Bei besonders schweren Fällen der Parodontitis ist es bisweilen nötig, begleitend zu der „Initialtherapie“ ein Antibiotikum zu geben.
Je nach Schweregrad der Erkrankung werden im Anschluss im Abstand von 3-6 Monaten sogenannte Recalls durchgeführt. Dabei werden nach einer professionellen Zahnreinigungen erneut die Taschentiefen an sechs Stellen um jeden einzelnen Zahn herum gemessen und im Computer dokumentiert. Die dabei verwendete Software zeigt sehr anschaulich mit roten (Verschlechterung) und grünen (Verbesserung) Pfeilen die Tiefe der jeweiligen Tasche und somit den Verlauf der Krankheit an. So können wir uns ein klares Bild davon machen, ob wir gemeinsam mit dem Patienten die Erkrankung in den Griff bekommen.

Zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung?

Ja und Nein! Derzeit wird die Grundtherapie („Initialtherapie“) von den gesetzlichen Krankenkassen noch übernommen. Professionelle Zahnreinigungen und die absolut notwendigen „Recalls“ zur Reinigung und Kontrolle des Krankheitsverlaufes müssen aber privat getragen werden.

 Was kann man machen, wenn die Zähne nicht mehr erhalten werden können?

Auch wenn wir heute durch unsere Therapiemaßnahmen zusammen mit den häuslichen Bemühungen der Patienten in den allermeisten Fällen die Parodontose unter Kontrolle bekommen können und die Taschentiefen vermindern können, so wird der bereits verlorene Knochen leider nicht wieder aufgebaut. Im Einzelfall kann durch chirurgische Maßnahmen Knochen rekonstruiert werden. Leider ist es manchmal aber so, dass die Zerstörung des Zahnhalteapparates schon so weit fortgeschritten ist, dass eine Erhaltung einzelner Zähne nicht mehr möglich ist. Die in den Recalls gemessenen Werte lassen dann eine Analyse des Krankheitsverlaufes zu, mittels der dann im Einzelfall entschieden werden kann, welcher Zahnersatz am Besten geeignet ist.
Wenn die übrigen Zähne durch die Therapie stabil und entzündungsfrei sind, dann können sogar problemlos Implantate zum Ersatz der fehlende Zähne gesetzt werden. Absolutes Ziel unserer Bemühungen ist aber auf jeden Fall der Erhalt jedes einzelnen Zahnes.

Dr. med. dent. Oliver Hugo * Dres. Hugo und Kollegen Telefon: 09721 / 21053
Dr. med. Sabine Hugo Am Zeughaus 40 Fax: 09721 / 16783
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* (Zertifizierter Spezialist Implantologie - DGZI)

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